Video im Newsletter: Ja oder Nein?

16/06/2020
Lesezeit: 2 Minuten

Dank dem Google-Universum ist es super easy, Website-Besucher zu tracken, zu analysieren und dann über gezielte Werbung anzusprechen. Dabei darf man allerdings nicht vergessen, die User mit relevanten Botschaften anzusprechen. Im Retargeting ist der Grat zwischen relevanter Werbung und sich-verfolgt-fühlen sehr schmal. Machen wir’s daher besser!

Was ist Retargeting?

Retargeting (auch: Verfolgungsmarketing) ist die erneute, gezielte und personalisierte Ansprache von Personen, die bereits Interesse an deinem Produkt gezeigt haben.

Kategorisierung deiner Retargeting-Listen

Als Vorbereitung für deine Retargeting-Maßnahmen ist es wichtig, die verfügbaren Kontakte in Listen zu kategorisieren. Denn:
Interessent ist nicht gleich Interessent. Je nachdem, wie ein User mit deinem Angebot interagiert hat, gilt es, auch die Kommunikation anzupassen.

Ein Beispiel:

Eine Person, die vor 2 Tagen etwas in deinem Onlineshop gekauft hat, muss anders angesprochen werden als jemand, bei dem der Besuch schon 60 Tage her ist, und der dabei nichts gekauft hat.
Durch Retargeting-Listen können wir wertvoll generierte Kontakte zu Erstkäufern, oder Erstbesteller zu loyalen Langzeitkunden konvertieren.

Retargeting-Liste No. 1: Alle Besucher

Die einfachste Lösung ist es, alle User zu tracken, um sie dann mittels Werbung erneut anzusprechen.

Grundsätzlich ist das eine attraktive Werbelösung. Machen wir uns allerdings nichts vor: Mittlerweile verstehen die meisten User, was hier im Hintergrund abläuft. Bei großen Werbetreibenden wie Amazon oder Zalando merkt man sofort, wenn ein Cookie eingesetzt wird und man regelrecht mit Bannern bombardiert wird.

Bei kleinen Unternehmen ist es durchaus noch eine akzeptable Strategie, das Retargeting auf alle User gleich auszuspielen. Dabei muss jedoch immer Frequency Capping betrieben werden: User können nicht einfach uneingeschränkt oft wieder angesprochen werden. Es geht vor allem darum den potentiellen Kunden an dein Angebot zu erinnern. Aggressive Werbung, die einer regelrechten Hetzjagd gleicht, ist eher als Spam einzustufen und eher nicht empfehlenswert.

Wir haben unterschiedliche Optionen, dem Leser unseres Newsletters das Erlebnis von Bewegtbild zu ermöglichen!
Alejandro Navarro, DOMICOM

Retargeting-Liste No. 2: Selektion nach Interessen oder Produktgruppen

Je nachdem wofür sich deine User interessieren, kannst du angepasste Werbeanzeigen ausliefern. Hat deine Webseite eine gewisse monatliche User-Anzahl überschritten, kannst du damit beginnen.

Ein Beispiel:

Wenn du ca. 100 monatliche User hast, reicht es, alle zu tracken und gleich anzusprechen. Bei 1000 Usern im Monat beginnt es, spannend zu werden, nach Interessen zu selektieren. Gerade wenn du verschiedene Produktgruppen anbietest, erhöhst du deutlich die Relevanz deiner Werbeanzeigen, indem du die Kommunikation individualisierst.

Retargeting-Liste No. 3: Nach vergangener Zeit

Je länger eine Person nicht mehr auf deiner Webseite war, desto irrelevanter ist dieser Werbekontakt für dich. Dementsprechend musst du nach vergangener Zeit umso genauer - oder eben allgemeiner - mit jenen Personen kommunizieren.

Wir unterteilen die zeitlichen Intervalle in diese Kategorien ein:

  • Personen, die innerhalb der letzten 7 Tage auf der Website/im Onlineshop waren
  • Personen, die innerhalb der letzten 14 Tage, aber nicht innerhalb der letzten 7 Tage auf der Website/im Onlineshop waren
  • Personen, die innerhalb der letzten 30 Tage, aber nicht innerhalb der letzten 14 Tage auf der Website/im Onlineshop waren
  • Personen, die vor mehr als 30 Tagen auf der Website/im Onlineshop waren

Retargeting-Liste No. 4: Personen, die schon eine Conversion getätigt haben

Personen die bereits einen Kauf, eine Anmeldung, einen Download oder eine andere gewünschte Aktion getätigt haben, sind im Retargeting besonders interessant. Hier gilt es, genau zu unterteilen, und die Personen auf die nächste Stufe zu bringen.

Kauft eine Person beispielsweise Ihr Einsteigerprodukt, können Sie als nächstes ein größeres Paket anbieten. Hat die Person eine Infobroschüre heruntergeladen, bieten Sie genau jenen ein Webinar an. Hat die Person eine kostenlose Testversion Ihrer Software heruntergeladen, bewerben Sie Mehrwert der Software, damit der User sie auch tatsächlich testet und schließlich zur bezahlten Version wechselt.

Fazit: Beim Retargeting gilt es, die richtige Balance aus Frequenz und thematischer Relevanz zu erzielen.
In jedem Fall sollte Frequency Capping betrieben werden, damit die Werbebotschaft eine Erinnerung setzt, anstatt zu aggressiv zu wirken.


Alejandro Navarro

Meine Aufgaben bei der DOMICOM drehen sich rund um Kundenbetreuung, E-Mail als Kommunikationskanal und die dahinterstehende Technik. In meinen Beiträgen am #DigitalCampaigning Blog teile ich meine Kenntnisse über E-Mail-Marketing & generelle Infos darüber, wie man wie Johnny Depp aussieht.

Buchen Sie jetzt eine kostenlose telefonische Beratung.

Sie möchten einen Partner zum gemeinsamen Strategie-Spiel, Pläne schmieden oder sich mit uns vernetzen?